Editorial

Anwender setzen neue Schwerpunkte im Produktionsmanagement!

Eine deutliche Trendwende ist gegenwärtig im Markt für Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme festzustellen. Immer mehr Industrieunternehmen entscheiden sich für intelligente, flexible und einfach zu bedienende Lösungen. Sie lassen sich nicht mehr jede Infrastruktur als angeblich notwendig verkaufen und bewerten Software auch nicht nur nach ihrem Funktionsangebot, sondern auch nach ihrer Zukunftsfähigkeit.
Den zunehmenden Dezentralisierungstendenzen kommen schon jetzt einige Anbieter stark entgegen. So lassen sich lose gekoppelte Werksverbunde über EDI erstmals auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen realisieren. Sichten, die über den Werksverbund gelegt werden, erleichtern das Treffen unternehmerischer Entscheidungen.
Unter besonders starkem Druck stehen dabei die Zulieferbetriebe für Montagefabriken, etwa im Fahrzeugbau. Hier sind einige Lösungen entstanden, die wegweisend auf dem Weg zu dezentral geführten, aber zentral koordinierten Produktionseinheiten sind.
In vielen Unternehmen ist das PPS-System immer noch das Herz der Produktion. Doch auf die Verbindung mit den anderen Organen wird viel mehr Wert gelegt. Systeme, die nicht in der Lage sind, mit Konstruktionsstücklisten dem Prozeßablauf entsprechend umzugehen, werden bald gänzlich abgelöst werden. Und die Abgrenzung zwischen Planungssystem und Istabgleich verschwimmt bei einigen Anbietern zusehends, da immer mehr Funktionen der Fertigungssteuerung in die PPS-Systeme integriert werden.
Jedoch auch ein Trend in eine ganz andere Richtung wird immer stärker.  Unternehmen, die sich ganz vom Determinismus der Fertigungssteuerung gelöst haben und ihre Feinsteuerung nunmehr wieder gänzlich durch erfahrene Mitarbeiter durchführen lassen - unterstützt natürlich durch entsprechenden organisatorische Veränderungen. Doch auch für diesen Weg, für den es erfolgreiche Praxisbeispiele gibt, ist ein PPS-System, das mindestens Rahmentermine für Leitteile setzt, auch weiterhin unverzichtbar.



Modellierung intelligenter Produktionssysteme

Sander Lass, Hanna Theuer, Gregor Hennig und Jochen Schumacher

Die schnelle und effiziente Anpassung an wechselnde Umgebungsbedingungen ist einer der Kernfaktoren für Unternehmen, um eine langfristige Festigung und Stärkung der Marktposition zu erreichen. Dabei spielen insbesondere auch die hohen Anforderungen der Kunden nach einer Individualisierung ihrer Produkte sowie rasche Innovationszyklen technischer Produkte eine wichtige Rolle. Aber auch die zunehmende Internationalisierung von Geschäftsbeziehungen oder schwer vorhersehbare Nachfrage- oder Angebotsschwankungen, wie beispielsweise bei Saisonalitäten, führen zur Notwendigkeit der Anpassung der Prozesse.

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Video

Smart Factory

Norbert Gronau

Wann ist eine Produktion intelligent? Prof. Gronau erklärt die Voraussetzungen sowie den Nutzen intelligenter Produktionsssteme.



Instandhaltungswandel und dessen Auswirkungen
Empirische Untersuchung der Instandhaltungsanforderungen und deren Auswirkung auf das Produktionssystem

Christian T. Stemplinger und Herwig Winkler

Die Instandhaltung (IH) hat die letzten Jahrzehnte einen kontinuierlichen Wandel in der Industrie erfahren, indem die Anforderungen und somit ihr Einfluss auf das Produktionssystem gestiegen sind. Doch jede Branche und jeder Produktionsprozess ist davon auf unterschiedliche Weise betroffen. In dem Beitrag wurden deshalb die jüngsten IH-Entwicklungen in der Automobilzulieferindustrie am Beispiel des Siebdruckprozesses untersucht. Dem ging die Erarbeitung eines Ursachen-Wirkungsdiagramms voraus, das aus aktuellen IH-Studien über den Bedeutungswandel der IH erstellt wurde. Zur Untersuchung des IH-Wandels in der Praxis folgte eine umfangreiche Expertenbefragung. Daraus sind zentrale Einflüsse auf das Produktionssystem abzuleiten und künftige Forschungsbedarfe in der IH zu identifizieren.

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Success Story

Effizienter produzieren mit MES HYDRA
Produktivität steigern – Mitarbeiter mitnehmen

Beim Streben nach mehr Effizienz und Produktivität scheitern viele Fertigungsunternehmen an der geringen Veränderungsbereitschaft der Mitarbeiter. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie es der Komponenten- und Systemlieferant ARGO-HYTOS geschafft hat, sich im Rahmen der Einführung eines integrierten Manufacturing Execution Systems (MES) die volle Unterstützung der Mitarbeiter zu sichern.

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Industrie 4.0 – Einfluss der Digitalisierung auf die fünf Lean-Prinzipien
Schlank vs. Intelligent

Daniel Roy, Peter Mittag und Michael Baumeister

Die wachsenden Herausforderungen von sinkenden Produktlebens- und Innovationszyklen sowie die Zunahme kundenindividueller Anforderungen bei gleichzeitigem Kostendruck in einem globalen Umfeld haben Wertschöpfungsnetzwerke dynamischer und komplexer werden lassen. In den letzten Jahren hat die Digitalisierung industrieller Prozesse diese Trends weiter verstärkt. Klassische Konzepte wie das Lean Management sehen sich daher mit neuen Chancen und Risiken konfrontiert, mit denen sich die Führungskräfte auseinander setzen müssen.

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Kolumne

Industrie 4.0: Knackpunkt Mensch

Götz-Andreas Kemmner

Wieder einmal gibt es ein neues Schlagwort, das nicht weniger als eine neue Industrielle Revolution verspricht: Industrie 4.0. Viele Begriffe und Ideen rund um Industrie 4.0 gleichen dabei frappierend denen, die in Zusammenhang mit CIM (Computer Integrated Manufacturing) Mitte/Ende der 80er Jahre verwendet wurden. Gegenüber damals sind wir heute technologisch deutlich weiter; ganz besonders gilt dies in Sachen Hardware- und Softwaretechnologien.

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Die Symbiose von Produkt-, Produktions- und Unternehmens-IT

Karl M. Tröger

Im folgenden Artikel lesen Sie, wie sich die heutige Softwarelandschaft in Fertigungsunternehmen mit den Anforderungen der Smart Factory verändern wird und welche möglichen Lösungsansätze durch die Auflösung der weitgehend willkürlichen Systemgrenzen denkbar sind. Dabei spielen sowohl die Weiterentwicklung von SCADA- als auch von MDE-Systemen eine zentrale Rolle.

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Video

Das Netzwerk für Einzelfertiger ist die einzige Interessens- gemeinschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich ausschließlich mit den wirtschaftlichen Heraus- forderungen der rein kundenbezogenen Projekt- fertigung beschäftigt. Erfahren Sie mehr über die Ziele und Aufgaben des Netzwerkes!



Interview

Erfolgreiche Fertigungen im Ziehprinzip bedürfen geeigneter EDV Unterstützung

productivITy hat mit Christian Abrahams, Referent im Bereich Lieferanten- entwicklung des Zentralbereichs Einkauf und Logistik beim Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch gesprochen. Er berät und begleitet Vorzugslieferanten für den Unternehmensbereich Mobility Solutions bei der Umsetzung von Lean-Projekten zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

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Mit Kennzahlen zur effizienten Produktion

Rainer Deisenroth

Um nachhaltig effizienter produzieren zu können, brauchen Unternehmen belastbare Kennzahlen aus der laufenden Fertigung als Steuerungselement. Die hohe Kunst besteht dabei darin, aus vielen Daten (Big Data) aussagekräftige und verwertbare Informationen (Smart Data) zu generieren.

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Smarte Sensoren in der Produktion
Mit intelligenten Systemen einen hohen Automatisierungsgrad realisieren

Sander Lass und Gregor Hennig

Flexible Fertigungs- und Produktionstechnik ist ohne Sensoren nicht mehr vorstellbar. Klassische Konzepte stossen dabei oft an ihre Grenzen. Eine neue Generation von Sensoren entsteht, welche als intelligente Komponenten viele Aufgaben der fortgeschrittenen Signalverarbeitung übernehmen und Umgebungsinformationen aufwandsarm und mit hoher Qualität bereitstellen. Damit lassen sich die Kosten komplexer Automatisierungsszenarien verringern.

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